Der Galgo Español

Die Wurzeln des spanischen Windhundes Galgo Español lassen sich bis in die Antike zurück verfolgen. Galgo bedeutet schlicht und einfach "Windhund". Bereits im 6. Jahrhundert vor Christus gingen die Kelten mit Windhunden auf die Jagd. Über die Kelten und Römer gelangten die Vorfahren des heutigen Windhundes nach Spanien, wo sie zur Jagd eingesetzt wurden und in jüngeren Zeiten bei Rennen.
Die Zucht der Hunde wurde gezielter und es entstand der uns heute bekannte Galgo Español, der erst seit 1972 offiziell als eigenständige Rasse anerkannt ist.

Es gibt Glatthaar- und Rauhhaar-Galgos. Das Fell der Glatthaar-Galgos ist sehr kurz und fein und besitzt kaum Unterwolle; das Fell der rauhhaarigen Gesellen ist eher hart und struppig und wird bis zu 10 cm lang.
Die Fellzeichnungen sind sehr unterschiedlich. Es gibt rein schwarze, weiße, rote, beige-farbene, gescheckte und auch gestromte Galgos. Oft haben sie auch weiße Abzeichen an den Beinen, der Brust und unter dem Bauch.
Die Schulterhöhe beträgt zwischen 60 und 70 cm, das Gewicht 20 bis 29 kg.
Der Galgo erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 55 km/h, ist ausdauernd und sehr beweglich.

Vom Wesen her ist der Galgo total sanft und zurückhaltend. Er ist äußerst sensibel und für die kleinste Unstimmigkeit empfänglich. Wenn er seiner Bezgusperson vertraut, ist er absolut treu.
Der Galgo kennt so gut wie keine Aggressionen; wird er bedroht, so reagiert er in der Regel mit Flucht.
So sensibel wie dieser Hund ist, genauso sensibel muss sein Mensch mit ihm umgehen. Mit Härte und unbedingt Kommandos einüben wollen erreicht man bei ihm nichts, hier ist viel Einfühlungsvermögen und Liebe gefragt.

Leider ist gerade dieser sensible Charakter "ein gefundenes Fressen" für Menschen, die Spaß daran haben, ihre vermeintliche Macht an ihnen auszuprobieren und somit sind die Galgos in ihrer Heimat unsäglichen Qualen und Leiden ausgesetzt, wie bereits auf der Seite "Spanisches Elend" beschrieben.