Das Schicksal der Galgo-Hündin Rose - mit Happy-End

Ein Thema, das uns viele aufrührende, traurige und grübelnde Momente beschert hat.
Wir wurden durch eine Rund-e-mail der Galgo-Hilfe e.V. im Sommer 2008 darauf aufmerksam und versuchten, auf dem Laufenden zu bleiben..

Obwohl wir wissen, dass dieses Schicksal auch viele andere arme Hunde, gerade in Spanien, ereilt und obwohl wir Rose nicht persönlich kennen, beschäftigte uns dieses Schicksal immer wieder und wir fühlten mit den Besitzern und Tierschützern mit, die ständig in Angst und Hoffnung lebten.

Rose wurde, wie die meisten Galgos, in Spanien misshandelt. Lernte nur Schläge und Schmerzen und Angst und Hunger kennen, aber keine Liebe und Fürsorge. Der Körper gezeichnet von den Wunden, die Seele zerstört.

Nachdem die Tierschützer in Spanien Rose soweit aufgepäppelt hatten, dass sie reisefähig war, kam Rose am 31.05.2008 zu ihrer Pflegefamilie nach Deutschland.
Dort lernte sie langsam, sich an ein Leben im Haus und inmitten von Menschen, die nur ihr Bestes wollen, zu gewöhnen.

Doch dann passierte das Unfassbare, womit keiner gerechnet hatte und das dann Monate lang an vieler Leute Nerven und Gefühlen zehrte und vor allem eine Leere und Ungewissheit hinterließ - bei den Menschen und bei Rose.
Mitte Juni war Rose im umzäunten Garten ihrer Pflegefamilie, diesmal ohne lange Schleppleine, und übersprang plötzlich das 1,60 m hohe Tor und rannte davon.

Seitdem war Rose unendliche Kilometer durch Sachsen unterwegs und Monate auf der Flucht, der Flucht vor den Menschen, vor dem Leid, das sie erfahren hatte. Unzählige Sichtmeldungen trafen ein, Tierschützer und Tierfreunde engagierten sich, sie einzufangen. Ein paarmal hätte es fast geklappt und misslang dann leider doch, 1. weil Rose so scheu und schnell ist, 2. weil es leider auch Leute gibt, die die Einfang-Versuche sabotierten.

Leider hat auch alles, was an die Öffentlichkeit gelangt, hier also die öffentlichen Suchmeldungen, seine Schattenseiten.
Auch hier in Deutschland gibt es offensichtlich genug Tiergegner und hirnlose Idioten, die sich aus Unwissenheit und purem Sadismus einen Spaß daraus machen, solche Hilfsaktionen zu boykottieren und zu sabotieren, indem sie auch noch auf Rose Jagd machten und die überaus ängstliche Hündin somit noch mehr verwirrten.
Dank solch "netter Leute", die anscheinend überhaupt nicht denken können und absolut herzlos sind und mit anderen Leuten/Tieren nicht ein wenig mitfühlen können, musste Rose draußen in der Wildnis leben und überleben, die Menschen meidend. Ob ein Fang-Versuch eines Tages gelingen würde, stand in den Sternen ...

Was die Menschheit diesem Hund - stellvertretend für viele andere Hunde (und andere Vierbeiner) - angetan hat, ist nicht zu entschuldigen und für einen Menschen mit gesundem Verstand absolut nicht nachvollziehbar.

Um einen Satz aus der Rose-Website zu zitieren:
Die Seele von Rose wurde in Spanien zerstört und die Verantwortlichen werden nie zur Rechenschaft gezogen.
Den Preis zahlen - wie so oft - Unschuldige.

Für Rose und ihre Besitzer galt unser ehrliches Mitgefühl; das Gefühl während Rose's Überlebenskampf und dem Einsatz der vielen Helfer lässt sich schwer beschreiben.

22. März 2009:
Rose konnte endlich eingefangen werden!!!

Die über 9 Monate lange "Odyssee" der Galga Rose konnte mittels Betäubungsgewehr beendet werden *FREU*
Wir wünschen Rose in ihrer Pflegestelle alles erdenklich Gute!!!